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Kategorie: News
Land macht Druck für A20
Ministerpräsident McAllister weist in Lunestedt auf „nationale Bedeutung“ hin – Baubeginn schon 2013?

Wollen den Bau der Küstenautobahn A 20 schnell vorantreiben (von links): CDU-Landtagsabgeordnete Astrid Vockert (Parlamentarischer Beirat des Fördervereins Pro A 20), Eurogate-Chef Emanuel Schiffer, Niedersachsens Ministerpräsident David McAllister (CDU), Gisela Schütt (Leiterin der Landesbehörde für Straßenbau in Stade) und Firmenchef Reiner Gehr aus Lunestedt.
VON HERBERT KLONUS LUNESTEDT. Der Bau der Küstenautobahn A 20 könnte vielleicht schon in zwei Jahren beginnen – mit dem Abschnitt bei Bremervörde. Das teilten die Projektplaner der Landesstraßenbaubehörde am Mittwochabend in Lunestedt mit. Dorthin hatte der Förderverein „Pro A 20“ zu einem Info-Abend eingeladen.
Ministerpräsident David McAllister (CDU) betonte, dass er dem 1,27-Milliarden-Euro-Projekt nationale Bedeutung beimesse. Das Land investiere laut McAllister bis 2014 rund eine Milliarde Euro in die Hafen-Infrastrukur in Wilhelmshaven, Cuxhaven, Emden und Brake. Damit sich diese Investitionen lohnen, müsse auch die Hinterlandanbindung ausgebaut werden. „Darum wird sich das Land Niedersachsen mit allem Nachdruck dafür einsetzen, dass der Bau der Küstenautobahn 2015 in den vordringlichen Bedarf des Bundesverkehrswegeplans eingestuft und so finanziell abgesichert wird“, unterstrich der Ministerpräsident.
McAllister räumte ein, dass der Bundesverkehrwegeplan zurzeit „reichlich unterfinanziert“ sei. McAllister: „Das muss verbessert werden.“ Aber bei der Fortschreibung 2015 müssten Prioritäten gesetzt werden – und der Bau der A 20 genieße Vorrang. „Die norddeutschen Bundesländer haben sich auf eine Prioritätenliste von 20 Projekten geeinigt. Dazu zählt auch die Küstenautobahn“, unterstrich der Ministerpräsident.
Die A20 sei aber nicht nur als neue Ost-West-Verkehrsachse von nationaler und europäischer Bedeutung. „Die Küstenautobahn wird auch hier in der Region für neue wirtschaftliche Impulse sorgen – wegen der deutlich besseren Anbindung an Hamburg“, prophezeit McAllister.
Gehr: A 1 ist überlastet
Darauf hofft Reiner Gehr, Chef der gleichnamigen Lunestedter Firma, die sich international einen Namen für den Innenausbau von Yachten und Privatjets gemacht hat. „Die A1, die wir jetzt für die Kunden in Hamburg nutzen müssen, birgt ein großes zeitliches Verzögerungs- und ein Unfallpotenzial.“ Außerdem würde die Küstenautobahn es vermutlich leichter machen, dringend benötigtes hochqualifiziertes Personal wie Ingenieure auch für Lunestedt zu gewinnen – durch eine bessere Anbindung für Pendler.
Bei der Vorstellung der A 20-Planung wiesen Gisela Schütt, Leiterin der Landes-Straßenbaubehörde, und ihre Mitarbeiterin Maren Quast darauf hin, dass schon 2012 das Planfeststellungsverfahren für den Autobahn-Bauabschnitt bei Bremervörde eingeleitet werden soll. Bis zum Planfeststellungsbeschluss dauere es dann knapp zwei Jahre. Frühestmöglicher Baubeginn wäre also dort 2013/2014.
(Quelle: NZ 4.6.2011)
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